Lovely Links - April 2016

Der Monat April neigt sich dem Ende zu und deshalb gibt es heute wieder eine kleine Sammlung von Dingen, die ich in diesem Monat gesehen und gelesen habe, die ich dir nicht vorenthalten möchte. Da ich gerade Abitur mache, ist die Liste nicht ganz so lang, aber vielleicht ist der ein oder andere spannende Aspekt dabei.

Auf ihrem Blog Downtowngirl setzt Kathie sich mit schweren Tagen und deren Bedeutung für unser Leben auseinander. Sollte du dir als Vorlage hinterlegen, wenn du mal wieder einen anstrengenden Tag hattest.

Wie ich dir hier berichtet habe, bin ich unter die Filofaxer gegangen. Deshalb schaue ich mir auf Youtube immer gerne Videos zur Inspiration an. Dabei bin ich auf das Video von Franzi gestoßen, indem ihr Freund nicht etwa ihr Make-Up sondern ihre Wochendeko macht. Die Idee fand ich wirklich cool und Franzis Freund ist zudem sehr unterhaltsam. Schaut euch das Video ruhig auch an, wenn ihr nicht so Interesse am Thema habt.

Wie oben bereits erwähnt mache ich gerade Abitur. Nach meinen Prüfungen und sechs Stunden rumsitzen, tut mir häufig mein Nacken weh. Deshalb hat mir ein Freund neulich diese Übung zugesendet. Hilft wunderbar gegen Nackenschmerzen.

Matt verlor sein Smartphone und fand deshalb über ein Jahr später seinen Seelenverwandten. In China. Wie das passierte und warum ein Orangenbaum dabei eine wichtige Rolle spielt, könnt ihr hier nachlesen. Super spannende Geschichte.

Ein wunderschönen Text über Geschwisterliebe hat Rosa auf ihrem Blog verfasst. Ihre beiden Söhne sind ein tolles Beispiel dafür. Die niedliche Geschichte findet ihr auf Rosas Welt.

Eine Ode an Champions und Europa League



Eigentlich
- ihr habt es vielleicht geahnt - 
sollte dies eine Ode werden,

um die Championsleague zu ehren. 

Diese magischen Dienstag und Mittwochnächte
rufen hervor ungeahnte Mächte.
Bauchweh, Zittern, taube Hände
bis Bayern pünktlich schaft die Wende
begleiten mich stehst an einem solchen Tag
und trotzdem ist er meist, wie ich ihn mag.

Doch wieso ich nun die Euroleague erwähne,
der ein oder andere BVB-Fan verdrückt vermutlich noch eine Träne,
sind solche Abende wie gestern in Liverpool,

die hauen auch Unbeteiligte vom Stuhl.
Nicht nur bietet Fußball Spannung pur,

am Ende fragt man sich auch mal: Warum nur?

Und deshalb packen uns gerade solche Spiele,
ich wünsche mir diese Saison davon noch viele. 
Und manchmal fällt uns nicht mehr ein,
dass Fußball nur eine Nebensache soll sein. 

Ich hoffe die kommenden Abende verlaufen auch fair
und meinem Team wünsch ich immer ein Tor mehr.


„Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen." - Primo Levi


Als ich dieses Zitat zum ersten Mal las, war ich gerade in Berlin. Genauer gesagt, besuchten ich gerade mit der Israel-Austauschgruppe das Holocaustmahnmal. Vielleicht erinnerst du dich ja?

Warum ich jetzt wieder damit anfange? Weil mir diese oben genannte Tatsache neulich erneut bewusst wurde. Wie du eventuell hier oder auf einem meiner Social Media-Kanäle mitbekommen hast, mache ich dieses Jahr Abitur. Meine erste Prüfung fand letzte Woche statt und es handelte sich dabei um Geschichte. Und beim Lernen für diese Klausur ist mir eine Sache mehr als deutlich klar geworden.

Geschichte wiederholt sich. 
Nein, wir Menschen lernen anscheinend nicht aus der Geschichte. Das zeigte sich bereits in der Weimarer Republik. Statt aus dem Niedergang des römischen Reiches zu lernen und die Machtübernahme einer einzelnen Person zu verhindern. Erleichterte man dies mithilfe des Artikel 48, der sogenannten Notstandsverordnung. Und was musste zwangsläufig passieren? Irgendwann kam einer, der das ganze ausgehebelt hat, wie im alten Rom Sulla, Marius, und die beiden Caesars. Was in Folge dessen unter den Nationalsozialisten passierte, sollte eigentlich jeder wissen.


Doch warum nerve ich dich mit dem Lernstoff meiner Geschichtsklausur? Ich möchte dir natürlich nicht zeigen, wie toll ich den beherrsche (ich hoffe das konnte ich letzte Woche Mittwoch zu genüge zu Papier bringen). Was mir wichtig ist, dass wir jetzt aus unseren Fehlern lernen. Natürlich habe wir keine Notstandsverordnung mehr in unserer Verfassung, darauf wurde geachtet, aber darum geht es mir nicht.

Andere Aspekte der Geschichte scheinen wieder hervorzukommen, vielleicht waren sie auch nie weg.

Ihr müsst die Augen öffnen! Schaut nicht weg! Das was momentan in Deutschland los ist, ist erschreckend. Wie konnten wir nicht aus unseren Fehlern lernen. Der Hass der sich momentan ausbreitet und sich gegen hilfsbedürftige Menschen richtet, darf nicht die Überhand gewinnen. Ich will damit nicht sagen, dass jeder Flüchtlinge von Natur aus gut ist, denn ja, auch unter ihnen gibt es, wie in jeder Gruppe der Gesellschaft, schwarze Schafe. Aber müssen wir deshalb eine ganze Gruppe ausschließen und sogar hassen? Wissen wir es denn nicht besser?

Wir sollten aus unserer Geschichte lernen und Pauschalisierungen nicht unser Bild der Welt prägen lassen. Vorurteile sollten uns nicht die Sicht versperren.

Gebt Rassisten keine Chance!



Football Friday - Videobeweis. Die Lösung für die Gerechtigkeit im Fußball?


Im März diesen Jahres war es so weit. Nachdem bereits die Torlinientechnologie ihren Einzug in den deutschen Profifußball erhalten hatte, stehen nun auch die Weichen für den Videobeweis. Das International Football Association Board (IFAB) stimmt zu. Eventuell können bereits nächste Saison einige Ligen die neue Technik testen. Die beiden Verbände DFL und DFB hoffen auf einen Test in Deutschland.

In Deutschland stellt man sich das mit dem Videobeweis in etwa so vor. Nur der Schiedsrichter darf eine Einschätzung unter Bezugnahme der Videobilder einfordern. Dabei soll die Nutzung auf spielentscheidende Szenen wie bei Toren, Elfmetersituationen und Platzverweisen beschränkt sein. In der Vorstellung von Herbert Fandel, Vorsitzender der DFB-Schiedsrichter-Kommission, sollen ehemalige Schiedsrichter die Szenen mithilfe von Fernsehbildern beurteilen und das Urteil dann an den Schiedsrichter auf dem Platz weitergeben.
Bis zur tatsächlichen Einführung kann es allerdings noch bis zu zwei Jahre dauern.

Contra Videobeweis: "Fehlentscheidungen gehören zum Fußball dazu."

Fußball ist ein Sport der Massen. Kein Sport wird in Deutschland so geliebt und von so vielen Menschen betrieben. Viele fühlen sich über den Sport mit ihren Idolen verbunden. Doch auf den heimischen Dorf-Sportplätzen ist ein Videobeweis natürlich keine Option. Einige sehen daher eine weitere Entfernung des Profilfußballs von den einfachen Bürgern. Doch das Problem fängt schon viel weiter oben an. Natürlich geht es in den ersten Ligen um viel Geld. Die 1. Bundesliga ist nicht vergleichbar mit der Kreisklasse, aber wo setzt man den Cut? Führt man den Videobeweis nur in der ersten und zweiten Liga ein, dann übersieht man, dass es auch für einige Vereine in Liga 3 noch um viel Geld geht. Doch das Geld ist dem gemeinen Fußballfan eher ein Dorn im Auge als ein Argument. 

Für viele Fans gehört es einfach dazu im Stadion zu stehen und sich lautstark über den Schiedsrichter zu beschweren.

Vor allem Traditionalisten sind gegen einen Videobeweis denn "Fehlentscheidungen gehören zum Fußball dazu.“. Zwar verspricht der DFL-Direktor Schwenken, dass ihnen bei der Umsetzung wichtig sei, dass das Fußballspiel seinen eigentlichen Charakter behalte, doch ist dieses kaum vorstellbar. Für viele Fans gehört es einfach dazu im Stadion zu stehen und sich lautstark über den Schiedsrichter zu beschweren. Zudem ist fraglich, ob ein Schiedsrichter immer den richtigen Moment findet, die Technik zu nutzen. Wenn der Schiedsrichter von einer richtigen Entscheidung seinerseits überzeugt ist und keinen Anlass für eine Hinzuziehung des Videomaterials sieht, bringt auch das Vorhandensein dessen nichts.

Pro Videobeweis: "Stillstand ist Rückschritt."

Wie bereits oben erwähnt, geht es im Fußball um viel Geld. Die Vereine hantieren mit Summen, die für uns kaum vorstellbar sind. Das Gewinnen eines Wettbewerbs ist häufig an hohe Prämien gebunden, da kann eine kleine Fehlentscheidung ein unglaublichen Verlust bedeuten und diese gleicht sich dann nicht in der Saison aus. Hier kann man nur mit Neuerungen eine Änderung erreichen. Im Laufe der Geschichte des Fußballregelwerks gab es viele Änderungen. Männer aus dem Jahre 1864 werden die Mützen mit Quasten vermissen, die ein Spieler zu tragen hatte. Heute wird man sie wohl als eher unpraktisch ansehen. Die Abschaffung des "Golden Goals" wird auch nicht bei jedem auf Zustimmung gestoßen sein, aber man gewöhnt sich daran. Wie zuletzt auch an die Torlinientechnologie. 

Die ganze Gesellschaft profitiert von den Möglichkeiten die uns die Technik bietet, warum sollte der Fußball davon ausgeschlossen bleiben?

Die Schiedsrichter haben hier einen klaren Nachteil. Wie Thomas Tuchel es neulich ziemlich gut zusammenfasste: "Es kann nicht sein, dass die vier Schiedsrichter es nicht wissen, aber jeder im Stadion mit einem Smartphone weiß es zehn Sekunden später.". Dieser Fakt plus die Bilder, die wir im TV sehen, erzeugt diese aggressive Haltung gegenüber Schiedsrichtern, von der ich neulich sprach. 

Football Friday - Fußball in meiner "Stadt"

 

Jeden Freitag erzähle ich hier vom Fußball. Ich erzähle von Spielen, von Regeln und von Erlebnissen in der Fußballwelt. Heute möchte ich einfach mal erzählen, in was für einer Fußballumgebung ich groß geworden bin.

Mein Heimatdorf liegt in Norddeutschland. Die Bundesligastädte, die hier am nächsten liegen, sind Bremen und Hamburg. Da viele Menschen der festen Überzeugung sind, dass man in territorialer Nähe zu seinem Herzensverein leben muss, ist dieses Dorf geprägt von dem Kampf zwischen dem HSV und Werder Bremen. Meine eigene Mutter ist selbst auch Unterstützerin von Werder und da man früher dachte, Mama weiß was das Beste ist, glaubte ich auch Werder-Fan sein zu müssen.



Seit Borussia Dortmund 2011 Deutscher Meister wurde, kamen immer mehr Fans dieses Clubs aus ihren Löchern gekrochen. Und wenn die BVB- Fans sich zu Wort melden, tauchen auch immer die Schalker auf.


Ich weiß nicht was lustiger ist, die Hässlichkeit des Gekrakels oder das der Schalker in Gelb gesprüht hat.


Kurz nach Klopps Rücktritt: Die Fahne hängt auf halbmast.



Dann ist da noch diese Minderheit, der ich auch angehöre und die eigentlich überall zufinden ist, die Bayern- Fans. Hier in Norddeutschland sind wir vermutlich nicht so zahlreich vertreten, wie in anderen Gegenden, aber es gibt uns. Als ich nämlich irgendwann Verstand, dass auch meine Mama die Weisheit nicht mit Löffeln gegessen hat, verliebte ich mich in den FC Bayern München.
Meine Schwester und ich halten also mit unserem Vater hier die Bayern-Fahne hoch.

Mottowoche Abitur 2016

Mein letzter Post zur Mottwoche bei meinem Abschluss nach der 10. Klasse kam gut an und deshalb möchte ich dir natürlich nicht die diesjährige Mottowoche vor dem Abitur enthalten. Kaum zu glauben, dass die letzte Mottowoche schon wieder 3 Jahre her ist.



Am ersten Tag der Mottowoche machten wir eine Zeitreise und erlebten unseren ersten Schultag erneut. Alles war bunt und voller Süßigkeiten.

Am Tag zwei habe ich mir ein Paar Fußballschuhe geliehen, ein altes Shirt bemalt und bin dann als Vanessa Butz von den Wilden Kerlen zur Schule gegangen.








Tag drei, Motto "Asozial". Denn Tag zuvor war ich noch einmal Powershoppen bei "Tedi" und konnte dort diese grauenvoll glitzernden  Herzohrringe und unhandlichen Fakenails erstehen. Diese Dinger anzukleben war übrigens der Horror, zwischenzeitlich klebten sogar zwei meiner Finger aneinander. Zum Glück hatte ich Nagellackentferner zuhause.


Am nächsten Tag war wieder eine Zeitreise angesagt. Es ging wahlweise in die 80er oder 90er zurück. Also Tattookette gekauft, Arschgeweih aufgemalt und los ging es. Super an diesem Motto war auch der passende Ghettoblaster mit alter Musik.




Freitags, passend zu unserem Werte und Normen- Unterricht, kleideten wir uns zum Thema Gender. Besonders witzig war dabei natürlich das Aussehen der Jungs. Einer von meinen Jahrgangskameraden hatte sich in ein elegantes, schwarzes Kleid geworfen und eine weißhaarige Perücke aufgesetzt. Er konnte wirklich elegant auf seinen Absatzschuhen laufen und sah wirklich einfach aus, als würde er für die Vogue arbeiten.

Da wir zu viele Idee hatten, haben wir die halbe Schulwoche auch noch mit aufgenommen. Montags ging es gleich mit einem, für mich, perfekten Motto los. Sportfan. Einer der wenigen Tage, an denen ich mich einfach nicht entscheiden konnte, was ich anziehen soll. Die Auswahl war einfach viel zu groß. Am Ende ging es im Trikot dieser Saison und passender Jogginghose, mit zwei Schals und natürlich meiner Mitgliedsnadel los.

Als wahre Ostfriesen und mit zwei super Landwirten im Jahrgang lag ein Motto auf der Hand. E.-S. und J. kamen in typischer Landwirtmontur und alle anderen als Kühe. In der ersten großen Pause fuhren wir in Anhängern an zwei Traktoren auf den Schulhof. Die Aufmerksamkeit war uns mal wieder gewiss.

Am letzten Tag ging es passend zu unserem Pullover-Motto "Langsam oder gar nicht!" als Rentner zu Schule.